HISTORISCHES

STADTPLANUNG

VISIONEN

BILDUNG

JUGEND

WIRTSCHAFT

WIR ÜBER UNS

SEITE EINS

BILDUNG

BILDUNG

ZUKUNFTSWEISENDE ENTSCHEIDUNGEN HINTERFRAGT

von Jörg Rademacher

Hier gibt es den ganzen Brief zum downloaden als PDF.

Hier gibt es den ganzen Brief zum downloaden als PDF.

 

Sehr geehrter Herr Jäschke,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

es wird einen „Wettbewerb für die Zukunft“ (SVZ) zur Planung des neuen Grundschulzentrums geben.

Es ist beruhigend zu wissen, dass die Stadt Boizenburg in die Zukunft investieren möchte. Doch reicht die geplante Maßnahme, um der Zukunft unserer Stadt im Bereich Bildung gerecht zu werden?

 

Wenn wir zukunftsträchtig an die Anbindung Boizenburgs an den HVV denken, werden die Schülerzahlen weiterhin steigen und die Einwohnerzahlen zur Freude aller auch.

 

Es sind Fragen im Bereich Verkehr, Energie  und Raumordnung offen.

Der geplante Neubau des Grundschulzentrums liegt im vom Hochwasser gefährdeten Gebiet (VersicherungKosten, Mehrkosten Grundwasserschutz, Rücklagen bei Schäden, Unterbringung der Kinder(Bevölkerung/Einsatzkräfte)bei Evakuierung). Die einzige ortsansässige weiterführende Schule ist bereits im Schuljahr 2016/2017 mit ca. 10% überbelegt und es gibt noch immer offene Lehrerstellen an der Tarnowschule. Was ist mit diesen Bausteinen?

 

Das Argument von Stadtvertreter Christian Meyer (CDU) „Wenn die Stadt schon so viel Geld für dieses Projekt ausgibt, dann soll da am Ende auch was Ordentliches herauskommen“ (SVZ, 19.10.2016), kann ich nur unterstützen.

 

Stellt sich die Frage, was ist „was Ordentliches“?

Der Architektenwettbewerb könnte auch zeigen, dass eine andere Möglichkeit der Zukunft unserer Stadt gerecht zu werden eine nachhaltigere Lösung ist als das geplante Grundschulzentrum.

 

Die Lösung ist ein Neubau mit der Verknüpfung zur weiterführenden Schule am Standort Richard-Markmann-Straße und Schwartower Straße.

 

Und somit Potenzial zum weiteren Ausbau, ohne zukünftig über Bausteine Verkehr, Energie und Raumordnung nachdenken zu müssen.

Wenn die ersten Kinder die Grundschule verlassen, wurde bereits an ihre Zukunft gedacht. Es wird nicht erst dann festgestellt, dass die Räumlichkeiten begrenzt sind und Schüler- Aufnahmekapazitäten begrenzt werden müssen. Eine Planung an diesem Standort mit Einbindung der weiterführenden Schule kann die Themen steigende Schülerzahlen, Integration, Ganztagsschule und Essensversorgung berücksichtigen. Die Attraktivität Boizenburgs durch den Bau einer Mensa/Aula, nutzbar für Veranstaltungen, würde gestärkt werden. Auch der Bau einer Schwimmhalle in diesem Gebiet ist visionär planbar.

 

Sind Sie Herr Jäschke als Bürgermeister und die Fraktionen wirklich an einer Begrenzung der Kapazitäten Boizenburgs interessiert?

 

Der eingeschlagene Weg muss hinterfragt werden und ständig überprüft werden und ggf. korrigiert werden und dafür gibt es in der Stadtgeschichte auch Beispiele.

Wurden diese Gedanken geprüft und abgewogen und die Bürger ausreichend informiert?

 

- Wie ist der Verhandlungsstand mit dem HVV (Wann ist die Anfrage gestellt worden, welche Orte sind im Antrag enthalten, welche Bedingungen sind seitens des HVV nach dem Antrag gestellt

worden kurz um warum wird die Öffentlichkeit nicht über den Verhandlungsstand informiert?)

Wurde objektiv geprüft welches Entwicklungspotenzial hier ist,

wenn man sich die Entwicklung von Büchen und Schwarzenbek

ansieht nach der Aufnahmen in den HVV. Was unternimmt bzw. sind die Forderungen der Stadt zur Verbesserung des Zugangebots von und nach Rostock/Schwerin und Hamburg bei den anstehenden Ausschreibungkriterien des Hansenetzes (z.B. Taktung, Fahrplanbestellung, ausreichendes Fahrzeug-/Platzangebot, Ausstattung nach Fahrgastbedürfnissen) und werden die Informationen rechtzeitig an die Bürger  weitergegeben? Gibt es Bündnisse/Zusammenarbeit  mit anderen Gemeinden?

 

- Schulzentrum Siedlung mögliche Kosteneinsparungen und Vorteile:

 

- ein Schulleiter

 

- ein Schulsekretariat inkl. Ausstattung

 

- ein Hausmeister inkl. Ausstattung

 

- keine kostenintensive Bauphasenzwischenlösung  für die Unterbringung des Schulbetriebes

 

- keine Überraschungen bei den Sanierungskosten

 

- Energetisch auf dem neusten Stand geringere Unterhaltskosten

(Beispiel Lübtheen, oder Zarrentin Schulzentrum Fördergelder)

 

- der Hort kann vor Ort bleiben

 

- ein Standort für Schulsozialarbeiter/Schulpsychologen/Betreuungskräfte für die integrative Arbeit und Ganztagsschule

 

- bessere Ausnutzung bei der Anschaffung von Arbeitsmaterialien/-mittel

 

- auch der Standort der Förderschule und dessen Räume können integriert werden und oder Erweiterung der dortigen Kindertagesstätte

 

- nur eine Mensa/Aula inkl. Ausstattung, Personal + Möglichkeit von Gastessen für Boizenburger

 

- günstiger Preis durch viele Essensteilnehmer  für Eltern und Träger

 

- die Mensa/Aula kann für  Vereine und Veranstaltungen genutzt werden z.B. feierliche Festveranstaltungen wie Zeugnisausgabe bleiben in der Schule, die Abiturfeier bleibt die Wertschöpfung  in Boizenburg,  Traditionsfeste wie das Winzerfest und Bordfest können wieder geplant werden und endlich ein Veranstaltungsraum für Boizenburg

 

- bei einem Schwimmhallenbau kann die Mensa auch die Versorgung übernehmen

 

- Flexibilität im Raumbelegungsplan der die Schwankungen in den Jahrgängen und Klassenstufen ausgleichen kann,

 

- der Neubau wird der Inklusion gerecht  wie z.B. barrierefreie Räume, ein Sanitätsraum für das Schulzentrum (Katheterwechsel, Windel u.a.), zusätzliche Räume für Teilerstunden und Ruheräume können dann jahrgangsübergreifend genutzt werden

 

- der Einsatz der Lehrkräfte kann besser koordiniert werden

 

- die Attraktivität Boizenburgs für Lehr-und Fachkräfte wird erhöht

 

- Bus- Anbindung vorhanden, auch der Ausbau einer schuleigenen Bushaltestelle (Schwartower Straße) wäre möglich

 

- Der Turnhallenneubau verbessert die Hallennutzungszeiten zwischen den Schulen und Vereinen und die Umkleideraume/ Sanitärräume können auch so geplant werden das diese auch für ein Schwimmbad genutzt werden können.

 

- verbessertes Ganztagsschulkonzept durch die Sportvereine möglich

 

- Klassenstufen übergreifende Angebote/Projekte wären möglich

 

- die Ludwig Reinhard Schule kann für den wachsenden Bedarf für  eine Kindertagesstätte und Hortbetrieb, Freizeithaus genutzt werden inkl. Sporthalle und Stadtbibliothek und oder Teile zur Jugendherberge unter Bewirtschaftung   Lebenshilfewerk  auch für die Mensaküche möglich

 

- Eine Befragung der Boizenburger zur Schwimmbadfinanzierung über eine Stiftung durch die Beteiligung der Bürger und mögliche Firmenspenden/Beteitigungen z.B.

 

12000 Einwohner 1€ pro Monat /Einwohner =

12000€ X12 Monate = 144000€/Jahr X10 Jahre = 1.440.000€

 

Bei dem Erhalt des Krankenhauses waren die Boizenburger bereit das Projekt zu unterstützen, oder  zweckgebundener zeitlich befristete Umlage. Später können dann für Spender /Firmen vergünstigte Eintrittspreise gelten.

 

Betreiber kann die Versorgungsbetriebe sein und eine optimale Nutzung des BHKW und Nutzung erneuerbaren Energien möglich. Die 0% Zinspolitik bietet gerade jetzt den besten Zeitpunkt einer Finanzierung.

 

- Die Freibadnutzung verbessern durch einen Campingplatz auch für Wohnmobile- Lebenshilfewerk- START

 

Unsere Stadt soll laut Online- Zeitung „Die Aussicht“ eine Stadt mit Visionen sein. Also fangen Sie an, die Visionen wahr werden zu lassen und planen Sie für die Zukunft und nicht nur für die nächsten 5 Jahre und planen Sie gemeinsam mit den Bürgern.

 

Mein Schreiben soll eine Anregung geben, den bisherigen Weg zu hinterfragen und zukunftsweisende Entscheidungen zum Wohle der Region Boizenburg zu treffen. Dieses würde darüber hinaus die Identifizierung der Bürger mit ihrer Heimat und das Demokratieverständnis stärken.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Jörg Rademacher

Wird für Boizenburg oft nur zu kurzfristig gedacht?

Jörg Rademacher, Vater von 2 Töchtern, die in Boizenburg zur Schule gehen, hat sich generelle Gedanken zur Schulsituation und zur Entwicklung Boizenburgs gemacht. Er hat seine Vorschläge und Ideen nicht nur dem Bürgermeister und damit den Fraktionen der Stadtvertretung zukommen lassen, sondern auch unserer Redaktion, um eine breite Öffentlichkeit und eine breite Diskussion zu erreichen.

 

Eine erste spontane Reaktion des Bürgermeisters auf unsere Anfrage hin: „Gegenargumente habe ich keine. Ich finde es o. k., dass sich jemand Gedanken macht. Leider schade, dass es erst so spät erfolgt“. Es steht aber unseres Wissens nur fest, dass es einen Architektenwettbewerb geben wird, es ist aber noch kein Wettbewerb für die bisher geplante Lösung ausgeschrieben. Somit kann der Inhalt noch diskutiert werden. Auch Detlef Arlt, ein Vorstandsmitglied des Schulvereins Elbe-Gymnasiums hat signalisiert, dass er die Lösung von Jörg Rademacher überzeugend findet. Hier nun der Brief:

Boizenburg, den 13.11.2016

 

 

Rückmeldungen zum Leserbrief vom 27.10.2016

 

Ich freue mich, dass ich mit meiner Meinung grundsätzlich unter den Boizenburgern nicht alleine bin. Man sollte sich jedoch nicht an der Vision Schwimmhalle festbeißen. Es soll legendlich ein Beginn einer Diskussion sein, ob die Bürger und Gewerbetreibenden in Boizenburg & Umgebung bereit

wären, einen aktiven Beitrag zur Gestaltung unserer Stadt zu leisten.

 

Bis zum heutigen Tag hat mich nur eine Stellungnahme der BfB von Herrn Wilmer erreicht, der dieses in seiner Fraktion besprechen möchte. Außerdem stehen sie zu weiteren Gesprächen zur Verfügung. Leider sind mir keine weiteren Rückmeldungen bekannt. Warum?

 

Sollen bei der nächsten Ausschusssitzung für Bau, Stadtplanung, Verkehr und Denkmalschutz am

Dienstag, den 15.11.2016 um 19 Uhr im Rathaus unter Punkt 10: Grundschulzentrum Boizenburg/Elbe, Beratung und Beschluss zum Auslobungstext bereits Fakten geschaffen werden? Danach könnten Reaktionen sein: Es tut uns leid, ihre Einwende sind leider zu spät. Wurden denn genügend Meinungen von zum Beispiel Lehrern, Eltern und Schülern eingeholt, um ihren Anforderungen und Bedürfnissen gerecht zu werden? Ich kann es mir nur schwer vorstellen, dass für ca. 200 Grundschüler von der Siedlung, die in die Stadt wandern müssen, der Weg als sicher angesehen werden kann (bedenkt man z.B. aktuelle Witterungsbedingungen). Andersrum gäbe es sicherlich die Möglichkeit Grundschüler aus der Stadt mit dem Bus z.B. aus Gothmann sicher zum „ Schulzentrum Siedlung“ zu bringen.

 

Wo sind außerdem die Lösungs- und Finanzierungsvorschläge für die Rudolf- Tarnow Schule?

Daher gibt es die Überlegung die Schülern aus den Randgemeinden, die in Boizenburg zur Schule gehen, an die umliegenden Schulen zu verweisen (z. B. Zarrentin, Vellahn...), da Vorort die Kapazitäten ausgelastet sind. Das kann meiner Meinung nach keine nachhaltige und zukunftsweisende Lösung für Boizenburg sein. Weshalb kann keine Aussage zum Thema HVV Erweiterung getroffen werden? Das Gleiche gilt für die Beteiligung zur Ausschreibung „Hanse-Netz“ für die Strecke

Rostock-Hamburg.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jörg Rademacher

SCHREIBEN SIE UNS

SCHREIBEN SIE UNS

Hier entsteht eine Sammlung von Leserbriefen.

 

IMPRESSUM + INHALT + KONTAKT

©: Cenci Goepel